Berlin und Touristen – das ist wie Pommes und Salz, nur das es eindeutig versalzene Pommes sind.
Oft kann man den Kameras ausweichen, ab und zu dreht man sich weg und guckt dann auf ein Mal in eine Videokamera – leben in einer Touristenstadt eben. Ist ja auch eigentlich kein Problem, denn normalerweise ist das ja keine Absicht – wenn man dann aber als lebende Sehenswürdigkeit gesehen wird, ist das Ganze nicht mehr so lustig.
Ich habe nämlich das unglaubliche Glück, dass ich an meinem Arbeitsplatz ein riesiges, auf augenhöhe liegendes, Fenster zur Straße hinaus habe. Als wäre das noch nicht genug fahren auf der Straße gefühlte 30 Busse täglich vorbei – natürlich voll mit Touristen. Zur Folge hat das dann ständiges Geglotze und Gewinke – Höhepunkt waren 2 Videokameras und 1Fotokamera.
…mit der Technik hat sich dem Anschein nach auch das Touristenverhalten geändert – mittlerweile merken die Leute schon gar nicht mehr was sie da eigentlich fotografieren und filmen.
Oder sind arbeitende Menschen so selten, dass sie fotografiert und in der Familie rumgezeigt werden müssen?
Jetzt hast du mich aber neugierig gemacht, wo du arbeitest.
In meiner Ecke gibt nämlich keine Touristen. Du solltest vielleicht nach Tempelhof umziehen.
Umziehen brauche ich nicht – in meiner Ecke hab ich zum Glück mehr als genug Ruhe. Allerdings arbeite ich dafür in einer der wohl touristenreichsten Teilen Berlins – wo genau, dass muss die Welt ja nicht umbedingt erfahren
Hol dir doch einfach ein paar kräftige IR LED’s, und schon sehen sie auf der Kamera nur noch weiß